Im Jahr 2012 angekommen. Teilweise zumindest.
Das Gefühl, dass man mit jedem verlebten Jahr mehr an den vorherigen hängt. Obwohl hängen vielleicht das falsche Wort ist. Der Anker ist einfach dort. Da ist das »Zurück«, wohin man nicht schauen soll und es trotzdem tut.
Die letzten zwei Jahre waren streckenweise grausam. Natürlich hatten sie schöne Seiten, doch nie dachte ich, dass mir diese bewusster in Erinnerung blieben, als die unschönen.
Um ehrlich zu sein, hab ich das Negative fast komplett verdrängt. Zumindest für 2010. Doch je mehr man das Schlechte verdrängt, desto stärker denkt man an das Tolle. Desto mehr vermisst man die Zeit.
Ich weiß nicht, was da falsch läuft, aber richtig würdigen kann ich nur Dinge, die vorbei sind. Oder um es weniger abgeschlossen (Semantischer Unterschied zwischen Präteritum und Perfekt, ne) zu sagen: Dinge, die in der Vergangenheit liegen.
Ich vermisse. Zeiten, Personen, Situationen, Orte.
Ich habe Angst, dass mich der Anker zurückzieht – in die Vergangenheit.
Es fällt mir schwer, den Blick nach vorn zu wenden und auf Unbekanntes und Überraschendes zu hoffen. (Interessant, dass esperar hoffen und warten bedeutet …).
Der Punkt in der Zukunft, der Punkt der mich abziehen sollte, fehlt.